
Er wäre gern als Sturm geboren worden
So frei und wild und unbeschreiblich weit
Sein Sehnen zeigte unentwegt nach Norden
Zum Aufbruch war er stets bereit
Es zog ihn auseinander, immer wieder
So wie ein Gas, das sich im nu verteilt
Er wusste, nur sein Körper hielt ihn nieder
Sonst wäre er schon längst enteilt
Wie kann denn das Bestehen schon beengen
Wieso erschien ihm jeder Fleck zu nah
Woher kam dieses Sublimierungsdrängen
Er wusste es nicht - es war einfach da
Nur an den Rändern ließ es sich noch leben
Im Äußersten, hier auf dem Grenzverlauf
Wo man den Traum, die Schranken aufzuheben
Noch träumen konnte. Den gab er nie auf.
(mw)

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