8. März 2009

Wingert



Wie soll ich dich verstehen, Welt,
du bist so wirr gestrickt,
so kreuz und quer dahingestellt,
so durch und durch verzwickt,

Schaut man sich mal ein Faktum an
und fragt, wie's kams zu diesem,
so wird auf jenes dort und dann
auf das da links verwiesen

Doch auch von rechts käm mancherlei
es wär doch so und so
der Hauptgrund allerdings, der sei
da hinten irgendwo

Und wie ergibt sich der? Man hört
von eng gedrängten Zwängen
Und das da? Fragt man leicht verstört
Entsteht aus neunzehn Strängen

Ja, Welt, verdammt, ich geb es auf
ich will doch begreifen!
Da sprichrt sie, auf den Linienlauf
darfst du dich nicht versteifen

Man muss ein bisschen hin und her
und vor- und rückwärts gehen
von ganz weit oben und dann sehr
nah dran auf alles sehen

Man guckt strikt folgernd, man guckt quer
Es hilft sich mal zu drehen
Allmählich wird man mehr und mehr
vom ganzen Netz verstehen

Aha. Ach so. Ja, danke auch!
Ich glaub, ich geh dann mal
Ich dreh mich um, mein Ohr spuckt Rauch
Ich fühl mich so banal
(mw)

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