22. Februar 2009

Ein Winzmomentchen

Obwohl die Nacht schon längst mit Gähnen lockt
Sich ihrer Hirnmassage hinzugeben
Ist es der Tag, der am Kopfende hockt
Und mich umherwälzt statt sich zu erheben

Er dreht mich so, dass ich das Winzmomentchen,
Seinen Sohn, stets vor mir schwirren sehe
Es tanzt und feixt und schüttelt seine Händchen
Ich kenne es genau; doch all mein Flehen

Es zu verstoßen oder nur zu lähmen
Bewirkt ein unzertrennliches Gelächter
Den Kopf, der damals fehlte, jetzt zu zähmen…
Der Mensch ist des Geschehens ewig Pächter.
(mw)

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